Als Liebling der deutschen Buchkritik hält sich dieser Roman schon seit Monaten auch auf den Bestsellerlisten. Für mich war es die perfekte Urlaubslektüre auf Teneriffa.
Die Lebensgeschichten zweier führender Köpfe der deutschen Klassik Alexander von Humboldt (1769 - 1859) und Carl Friedrich Gauß (1777-1855) werden gegenübergestellt. Humboldt, der Universalgelehrte sucht die Wahrheiten der Welt, indem er reist und misst, katalogisiert und archiviert. Gauß dagegen sitzt am Schreibtisch, denkt nach und reist höchstens mal zur nächsten Sternwarte. Im Alter treffen sich die beiden und beenden in gegenseitigem Verstehen dieses Kapitel der deutschen Klassik.
Was nach etwas dröger wissenschaftsgeschichtlicher Abhandlung klingt, entpuppt sich schnell als beste Unterhaltung. Humboldts Abenteuer in Südamerika, gepaart mit Gauß'schen Frauengeschichten ließen mich das Buch immer wieder gerne aufschlagen. Nebenbei konnte ich auch noch was über Neptunismus lernen.
Bemerkenswert fand ich die Vermutung Gauß hätte von der Krümmung des Raumes gewusst, die erst Anfang des 20sten Jahrhunderts von Albert Einstein formal begründet wurde. Das klingt revolutionär, ist jedoch gar nicht sehr weit hergeholt. (siehe)
Seinen besonderen Reiz hatte das Buch für mich durch die Orte der Handlung. Nicht nur Berlin, sondern auch Teneriffa, als letzter europäischer Hafen auf dem Weg über den Atlantik. Eine Art Zeitreise an die Orte an denen ich mich aufhielt.
Links
Wikipedia zu Carl Friedrich Gauß http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Friedrich_Gauß
Wikipedia zu Alexander Humboldt: http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Humboldt
Meine Teneriffa Fotogalerie: http://www.nico-beuermann.de/pictures/Fotogalerien/Teneriffa