
Schauplatz ist der Staat Virginia. Hier wurden 1776 erstmals Grundrechte formuliert. So steht in den „Virginia Bill of Rights“, dass alle Menschen von Natur aus gleich frei und unabhängig seien und bestimmte angeborene Rechte besäßen (…) nämlich das Recht auf Genuss des Lebens und der Freiheit, auf die Mittel zum Erwerb und Besitz von Eigentum (…).
Anhand verschiedener Lebensgeschichten von Afroamerikanern zeigt uns Jones, wie diese Menschenrechte bis zum Bürgerkrieg verstanden wurden.
So gibt es in Jones Virginia Afroamerikaner mit Freibrief. Davon wird einer Sklave aufgrund einer sechzehn Jahre alten Übereignungsurkunde. Ein anderer kauft selbst Sklaven und wird ein wohlhabender Plantagenbesitzer - seinen Freibrief muss er den Sheriffs nicht mehr zeigen.
Wer weder Freibrief noch Sklaven hat, ist selbst Sklave und ohne Rechte, denn er gilt nicht als Mensch, sondern als Eigentum und als solches kann ein Sklave wie ein Ding versichert werden, er kann zu einer Art Hypothek werden oder auch kaputt gemacht werden.
In der Stadt Washington enden manche Lebensläufe versöhnlich. Andere bleiben in Virginia, wo die Versöhnung salzig schmeckt. Fazit: Ein starker Roman, über den ich viel nachdenken und reden wollte.
cp