
Hyperion umfasst 4 Romane. In der Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" bei Heyne erschienen, vereint "Die Hyperion-Gesänge" von Dan Simmons die ersten beiden Romane dieser opulenten Space Opera. "Endymion" (bei Blanvalet erschienen) versammelt "Die Pforten der Zeit" und "Die Auferstehung".
Hyperion entführt den Leser in eine Welt, in der sich die Menschheit im heimatlichen Spiralarm der Milchstraße ausgebreitet und die Erde verlassen hat. Der Fehler von Kiew habe die Erde gar in einem schwarzen Loch verschwinden lassen.
Ansonsten treibt sich die Menschheit auf diversen Planeten der Milchstraße herum und der Autor erfindet einen Weg wie die unterschiedlichen Völker trotz der großen Entfernungen zusammen das Staatsgebilde der Hegemonie bilden können. Ihr zur Seite steht ein zunächst schwer durchschaubarer Kosmos von Cyberwesen.
Im Zentrum steht der Planet Hyperion, dessen geografische Merkmale Wälder Feuer spuckender Bäume und ausgedehnte Grasflächen bilden, die mit Booten wie Meere befahren werden. Ein mythisches Ungeheuer bewohnt diese Welt. Es hat die Aufgabe Zeitgräber zu bewachen. Die Zeitgräber sind Bauten einer unbekannten Zivilisation, die Eingang in die Mythen der Menschen gefunden haben.
Das erste Buch erzählt die Geschichte einer Expedition zu den sich öffnenden Gräbern. Doch nicht die Reise an sich ist das Thema, sondern vielmehr die Geschichte eines jeden Pilgers. Und wenn man alle Expeditionsteilnehmer kennengelernt hat und unbedingt mehr von ihnen lesen will, führt "Der Sturz von Hyperion" die Geschichte bruchlos fort.

300 Jahre später hat sich die Welt gewandelt. Davon und von einem atemberaubenden Planetjumping erzählt der zweite Band "Endymion". Und erweist sich als Fortsetzung und Ausarbeitung des Themas der ersten Episode aus "Hyperion".
Wer sich für eine genauere Inhaltsangabe intersessiert, sei auf http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Hyperion-Gesänge verwiesen.
Fazit Simmons enttäuscht keinesfalls. Auch wenn ich manchmal den Eindruck hatte, die Geschichte gehorche keinem Ziel mehr, führe nur durch Schauplätze und Situationen, ist sein Kosmos rund und schlüssig.Der Autor erzählt nicht nur eine handlungsgetriebene äußerst spannende Abenteuergeschichte. Themen wie Religionen, Mythen, Leben und Tod in Verbindung mit technisch physikalischer Fantasie, machen diesen Romanepos zu einer lange fesselnden Lektüre.